Haarausfall in den Wechseljahren

Haarausfall in den Wechseljahren: Symptome, Verlauf & Behandlung

Viele Frauen leiden unter Haarausfall in den Wechseljahren. Wir erläutern die Ursachen, erklären den Verlauf und zeigen, was gegen den Haarverlust hilft.

Die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren kann bei Frauen typische Beschwerden hervorrufen, wie z.B. Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Schweißausbrüche, Reizbarkeit oder eben auch Haarausfall. Alle Informationen zu Ursachen, Verlauf und Therapiemöglichkeiten von Haarausfall in den Wechseljahren finden Sie hier.

Ursachen bei Haarausfall in den Wechseljahren

Wechseljahre gehen mit dem Absinken des Hormons Östrogen einher. Doch die eigentliche Ursache ist in den Haarwurzeln zu suchen. Diese reagieren anlagebedingt sensibel auf männliche Hormone, wie das Dihydrotestosteron (DHT), welches von Männern und Frauen gebildet wird. In der Menopause reagieren die Haare deshalb besonders empfindlich auf die Hormonveränderungen.

Die Haarwurzel kann nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden, weshalb die Wachstumsphase verkürzt und somit der Haarzyklus gestört wird. Die Folge ist, dass die Haare sehr fein und kaum auf der Kopfhaut zu sehen sind. Durch das DHT verkümmert die Haarwurzel, sodass keine neuen Harre mehr nachwachsen können.

Verlauf bei Haarausfall in den Wechseljahren

Durch die Hormonumstellung in den Wechseljahren werden die Haare im gesamten Bereich des Kopfes dünner und feiner, weshalb es sich bei dieser Art um diffusen Haarausfall handelt.

Genauso wie beim Haarausfall nach der Schwangerschaft, handelt es sich beim Haarausfall in den Wechseljahren um eine hormonelle Umstellung des Körpers, weshalb sich der Hormonhaushalt erst wieder normalisieren muss. Daher ist der Haarausfall in den Wechseljahren häufig nur eine vorübergehende Phase.

Sollte die Haarwachstumsstörung jedoch länger anhalten, könnte auch ein erblich bedingter Haarausfall bei Frauen die Ursache sein.

Therapie und Ernährungstipps bei Haarausfall in den Wechseljahren

Um die einhergehenden Symptome, wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Haarausfall zu mindern, sollte auf eine richtige Ernährung geachtet werden. Wichtig ist, regelmäßig zu essen, um starke Schwankungen des Blutzuckers vorzubeugen. Auf Zigaretten, Alkohol und Kaffee sollte ebenfalls verzichtet werden, da diese oftmals Hitzewallungen auslösen und Haarausfall begünstigen können.

Auf chemische und hormonelle Präparate sollte weitestgehend verzichtet werden, da diese häufig mit Nebenwirkungen einhergehen. Die Einnahme pflanzlicher Mittel ist meist völlig ausreichend und weist keine Nebenwirkungen auf.

Zudem haben auch Vitamine und Mineralstoffe einen positiven Effekt auf den Haarwuchs. Welche das sind und wie sie gegen den menopausalen Haarausfall helfen, zeigen wir hier:

Vitamin A
Dieses Vitamin fördert das Wachstum gesunder Zellen und Gewebe und wirkt sich somit auch positiv auf Haar und Kopfhaut aus. Unter anderem ist Vitamin A in Möhren, roten Paprika, Süßkartoffeln und Spinat enthalten.

Vitamin B
Auch eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B wirkt sich positiv gegen den Haarverlust aus. Sie regen die Aktivität der Talgdrüsen an und aktivieren essentielle Stoffwechselvorgänge in den Haarwurzeln. Vitamin B ist unter anderem in Hülsenfrüchten, tierischen Produkten und Getreide enthalten.

Vitamin C
Vitamin C stärkt die Haarfollikel und fördert die Durchblutung der Kopfhaut. Zudem wird die Eisenaufnahme begünstigt. Reich an Vitamin C sind Obst- und Gemüsesorten, wie Orangen, Erdbeeren, Grünkohl und Rosenkohl.

Eisen
Eisenmangel begünstigt den Haarausfall, weshalb auf eine eisenhaltige Ernährung geachtet werden sollte. Trockenfrüchte, Leber, fettarmes Fleisch, Lachs und Vollkornprodukte sind reich an Eisen.

Zudem sollte auf einen gesunden Lebensstil mit ausreichender Bewegung geachtet werden. Bewegung und Sport trägt zu einem ausgeglichenen Hormonhaushalt bei und fördert ein gesundes Haarwachstum.

Zuviel Stress kann auch das hormonelle Gleichgewicht stören, weshalb so weit wie möglich Stress vermieden werden sollte. Hilfreich sind meist Entspannungsübungen oder Yoga.

Naturheilmittel bei Haarausfall in den Wechseljahren

Das Absinken des Estrogen- und Gestagenspiegels während der Wechseljahre geht häufig mit verschiedenen Symptomen einher und kann daher auch die Lebensqualität beträchtlich beeinflussen. Traditionelle Heilkräuter, wie Bockshornklee, Birkenblätter, Brennnessel und Zinnkraut helfen häufig bei Haarausfall in den Wechseljahren.

Zudem gibt es einige Naturheilmittel, die bei bestimmten Symptomen eingenommen werden können. Darunter zählt unter anderem Sepia (Tintenfisch). Dieses Naturheilmittel ist für diejenigen geeignet, die unter Haarausfall, Hitzewallungen, Herzrasen, Schwindel und Schwäche während der Wechseljahre leiden.

Ein weiteres Naturheilmittel gegen Haarausfall in den Wechseljahren ist Sulfur. Es unterstützt nicht nur die Blutzirkulation und lindert Entzündungen, sondern fördert auch das Haarwachstum. Der Betroffene kann dieses Naturheilmittel einnehmen, wenn er neben dem Haarausfall eine übermäßige Talgproduktion und Hautausschläge an der Kopfhaut und des Haaransatzes aufweist.

Sollte keine Besserung bezüglich des Haarausfalls eintreten, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen, da der Haarausfall auch andere Ursachen haben kann, wie z.B. Erkrankungen und Infektionen. Durch die Diagnose des Arztes kann dann ein gut verträgliches Mittel verschrieben werden.

Bildquelle: Vielen Dank an LisaRedfern für das Bild (©LisaRedfern /www.pixabay.de)

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