Haarausfall nach der Schwangerschaft

Haarausfall nach der Schwangerschaft

Haarausfall nach der Geburt eines Kindes kommt leider sehr häufig vor. Wir verraten, ob und wie man Haarausfall nach der Schwangerschaft stoppen kann.

Gerade nach der Schwangerschaft haben viele Frauen mit Haarausfall zu kämpfen. Doch kein Grund zur Panik. Der postparatale Effluvium (verstärkter Haarausfall nach einer Geburt) ist vollkommen normal.

Ursachen für Haarausfall nach der Schwangerschaft

Die Ursachen für den Haarausfall nach einer Geburt liegen im veränderten Hormonhaushalt. Während der Schwangerschaft werden durch die stärkere Östrogenproduktion die Haarfollikel stimuliert und mehr Haare in der Wachstumsphase gehalten. Es fallen demzufolgend weitaus weniger als die 100 Haare pro Tag aus. Der Lebenszyklus der einzelnen Haare verlängert sich. Das erklärt auch, warum sich viele Frauen während ihrer Schwangerschaft über vollere und glänzendere Haare freuen können.

Da sich während der Schwangerschaft sehr viele Haare zeitgleich im gleichen Wachstumszyklus befunden haben, fallen sie schließlich auch zusammen aus. Mit der Geburt stürzt der Östrogenspiegel plötzlich ab. Die Haare treten von der Wachstumsphase in die Ruhephase, in der sie einige Zeit verharren. Etwa 3-4 Monate nach der Geburt fallen die Haare schließlich aus.

Haarausfall nach der Schwangerschaft: was tun?

Am besten tun Sie gar nichts und üben sich in Geduld. Denn der Haarausfall verschwindet in den meisten Fällen von ganz alleine sobald sich Ihr Hormonhaushalt wieder stabilisiert hat.

Dies dauert idR einige Monate. Sollte der Haarausfall auch nach dieser Zeit immer noch anhalten, sollten Sie einen Haarausfall Test machen und einen Arzt konsultieren, um abzuklären, welche Ursachen für den Haarausfall infrage kommen.

Haarwuchsmittel für Frauen wirken bei schwangerschaftsbedingtem Haarausfall normalerweise nicht! Stattdessen sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung achten. Essen Sie viel Obst und Gemüse. Die hierin enthaltenen Vitamine und Antioxidantien schützen Ihre Haarfollikel schaffen optimale Bedingungen für Ihr Haarwachstum.

Haarausfall während der Schwangerschaft

Auch häufiger als man denkt, tritt der Haarausfall bereits in der Schwangerschaft auf. Die Ursachen des Haarausfalls sind idR Eisenmangel Erscheinungen oder selbiger wird durch das Absetzen der Antibabypille begünstigt, wodurch der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht gerät.

Haarausfall während der Schwangerschaft: was tun?

Mindestens zweimal wird während der Schwangerschaft Ihr Hämoglobin Wert bestimmt. Da schwangere Frauen ca. 60% mehr Eisen als üblich benötigen, kommt es gerade in den letzten Monaten häufig zu Mangelerscheinungen. Ein zu niedriger Eisenwert zeigt sich auch in blasser Haut, Nervosität und Müdigkeit. Um dafür zu sorgen, dass Sie und Ihr Baby genügend Eisen aufnehmen, wird Ihnen der Arzt nach der Untersuchung ein Eisenpräparat verordnen. Wichtig ist, dass Sie sich keine Präparate selbst verschreiben!

Kann Eisenmangel als Grund für den Haarausfall in der Schwangerschaft ausgeschlossen werden, können auch andere Ursachen wie Stress in Betracht gezogen werden.

Tipps zur Haarpflege in der Schwangerschaft

Da Ihre Haare während wie nach der Schwangerschaft empfindlich sind, sollten sie ihre Haare nicht zu oft bürsten und stets behutsam vorgehen. Verzichten Sie auf Zöpfe, Pferdeschwänze und die Nutzung von Lockenwicklern. Die Haare sollten zudem nicht zu heiß geföhnt werden.

Auch die Kopfhaut und Haarstruktur kann sich während der Schwangerschaft verändern. Nutzen Sie daher ein mildes Shampoo mit Biotin und Kieselerde, das Ihre Haare nicht austrocknet und die Kopfhaut reizt. Um das richtige Produkt zu finden, sollten Sie sich bei Ihrem Friseur beraten lassen.

Wenn nicht unbedingt nötig, sollten Sie weitgehend auf das Haare färben während der Schwangerschaft verzichten. Es konnte zwar bislang noch nicht wissenschaftlich bewiesen werden, dass Haare färben während der Schwangerschaft schädlich ist, jedoch warnen Ärzte davor. Zumindest auf ammoniakhaltige Colorationen sollten Sie verzichten. Als Alternative empfiehlt sich z.B. die Behandlung mit Henna, welches auf pflanzlichen Inhaltsstoffen beruht und Ihre Kopfhaut nicht angreift.

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Bildquelle: Vielen Dank an Unsplash für das Bild (© Unsplash/www.pixabay.com).

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