Die ersten Anzeichen für Haarausfall

Die ersten Anzeichen für Haarausfall

Wie man die ersten Anzeichen für Haarausfall erkennt, was sie verursachen kann und wie man Haarausfall vorbeugt.

Je älter man wird desto mehr Gedanken macht man sich über Haarausfall. Wann bekam eigentlich der Vater die Geheimratsecken? Und ist das eigene Haar nicht schon lichter geworden? Wie man erkennt, dass sich der Haarausfall langsam einschleicht und wie man den Haarverlust so lange wie möglich hinauszögern kann, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Haarausfall: Erste Anzeichen

Die Grundregel für das Erkennen von Haarausfall lautet: Sobald mehr als 100 Haare am Tag ausfallen, sollte man sich Gedanken machen. Es gibt allerdings noch viel mehr Anzeichen für Haarausfall, die sich schon viel früher einschleichen. Dazu gehören zum Beispiel:

Juckreiz: Wenn die Kopfhaut juckt, ist das immer ein schlechtes Zeichen, da sie nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Dasselbe gilt für die Haarfollikel, die für die Form, Gesundheit und das Wachsen der Haare verantwortlich sind.

Nagelveränderung: Nägel und Haare bestehen aus demselben Material, dem Keratin. Falls man also eine offensichtliche Veränderung der Nagelstruktur bemerkt, wirkt sich das höchstwahrscheinlich auch auf die Haare aus. Biotin-, Eisen-, Zink- und andere Vitaminmängel können die Ursache dafür sein.

Übermäßige Talgproduktion: Durch eine übermäßige Talgproduktion werden die Haarfollikel verstopft und das Haarwachstum somit verhindert. Außerdem können sich die Follikel entzünden und die Haare somit ausfallen. Ob man übermäßig Talg produziert, findet man heraus, indem man mit den Fingern auf der Kopfhaut reibt. Sind die Finger ölig oder schmierig ist das kein gutes Zeichen.

Schuppen: Wenn man plötzlich oder mit der Zeit, immer mehr Schuppen auf der Kopfhaut bekommt, sollte man etwas gegen die Ursachen tun, denn Schuppen deuten auf eine Zellveränderung der Kopfhaut und einen Rückgang der Abwehrkräfte der Kopfhaut hin. Das alles kann zu Haarausfall führen. Manchmal sind die Ursachen von Schuppen aber auch ganz einfach herauszufinden und zu beseitigen. Zu Beginn sollte man es erst einmal mit einem neuen Shampoo wie Alpecin versuchen.

Die M-Form am Haaransatz: Dieses Anzeichen für Haarausfall ist fast ausschließlich bei Männern zu beobachten und auch nur dann, wenn der Haarausfall genetisch bedingt ist und schon begonnen hat. Beim Zurückziehen der Haare ist bei vielen eine M-Form zu erkennen, die auf zukünftige Geheimratsecken hinweist. Frauen leiden hingegen meist an einem gleichmäßigen Haarausfall, der sich über den gesamten Kopfbereich erstreckt.

Lockiges Haar im Nacken: Bei einigen Personen kommt es kurz vor oder während des Haarausfalls dazu. Feine Härchen im Nacken locken sich, obwohl man eigentlich glatte Haare hat.

Wie Sie testen können, ob Sie an Haarausfall leiden

Einfachste und logischste Maßnahme, um herauszufinden ob man an Haarausfall leidet, ist der Haarsammeltest. Alle Haare, die man in der Bürste, auf dem Kopfkissen, auf Kleidung oder im Abfluss findet aufsammeln und zählen und das für circa sieben Tage lang. Findet man im Durchschnitt mehr als 100 Haare am Tag sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Haardichte rapide abnehmen wird, wenn man nichts dagegen unternimmt.

Der andere Test, der empfohlen wird, ist der Zupftest. Hierfür nimmt man eine Strähne von circa 60 Haaren zwischen Zeigefinger und Daumen und zupft sanft daran. Fallen mehrere Haare ohne Schmerzempfinden aus, ist das ein Zeichen für Haarausfall.

Erhärtet sich der Verdacht, sollten Sie zeitnah einen Dermatologen aufsuchen, der anhand diverser Untersuchungen die Ursache und die Form Ihres Haarausfalls bestimmt. Anschließend können Sie den Haarausfall mit speziellen Haarwuchsmitteln behandeln.

Haarwuchsmittel Test für Männer
Haarwuchsmittel Test für Frauen

Kann man Haarausfall vorbeugen?

Das man gegen Haarausfall nichts tun kann, ist ein Gerücht. Auch wenn der Haarausfall bereits eingesetzt hat, gibt es eine Menge Möglichkeiten ihn zu unterbinden. Soweit will man es natürlich gar nicht erst kommen lassen. Und deswegen werden im Folgenden Möglichkeiten beschrieben, wie man Haarausfall vorbeugen kann.

Haarpflegeprodukte: Man sollte keine Kosten und Mühe scheuen, um die für sich am besten geeigneten Haarpflegeprodukte zu finden. Von einigen Shampoos bekommt man trockenen Kopfhaut und Schuppen, andere regen die Talgproduktion übermäßig an. Wenn man solche Produkte über einen längeren Zeitraum nutzt, fördert dies den Haarausfall enorm. Es kann außerdem zu Austrocknung der Haare kommen, die dann dünner, stumpfer und brüchiger werden.

Stress vermeiden: Durch Stress schüttet der Körper bestimmte Neurotransmitter und Botenstoffe aus, die den Haarfollikeln schaden können.

Ernährung: Dass die Ernährung ein wichtiger Faktor in Sachen Haarwachstum ist unterschätzen die meisten. Aber Vitamine, Nähr- und Aufbaustoffe sind extrem wichtig für die Haargesundheit und das Wachstum. Deswegen kommt es auch häufig vor, dass der Haarausfall während einer Diät beginnt.

Haare waschen: Das Haare waschen fördert die Durchblutung der Haarfollikel und regt somit das Haarwachstum an. Des Weiteren werden beim Waschen Schweißrückstände, Umweltgifte und Hauttalg entfernt. Zu häufiges Waschen dagegen kann die Kopfhaut austrocknen.

Hitze vermeiden: Hitze zerstört viele Proteine des Haares, deswegen sollte man, wenn möglich, auf Föhnen und Glätten verzichten.

Tragen von Kopfbedeckungen: Das Tragen von Mützen, Caps und Hüten nimmt keinen Einfluss auf Haarausfall beziehungsweise Wachstum.

Haare Färben: Das Färben der Haare, kann diese zwar spröde und brüchig machen und gleichzeitig die Kopfhaut reizen. Einen nachgewiesenen Einfluss auf Haarausfall gibt es allerdings nicht.

Wenn trotz vorbeugender Maßnahmen die ersten Anzeichen für Haarausfall auftreten und sich diese nach und nach verschlimmern, sollte man einen Arzt aufsuchen, der die Art des Haarausfalls feststellt. Es könnte sich um diffusen Haarausfall handeln, um eine androgenetische Alopezie, kreisrunden Haarausfall oder eine narbige Alopezie. Außerdem kann Haarausfall ein Symptom anderer Krankheiten sein und muss somit unbedingt untersucht werden.

Bildquelle: Vielen Dank an bykst für das Bild (© bykst/www.pixabay.com).

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