Haar Mythen

Die 12 größten Haar Mythen

100 Bürstenstriche für glänzendes Haar, Kosmetik als Wundermittel gegen Spliss oder der Zwei-Tage-Rhythmus beim Waschen: Es ranken sich viele Mythen rund um das Thema Haare. Ein paar davon entsprechen tatsächlich der Wahrheit, die meisten haben sich mit der Zeit jedoch als falsch herausgestellt und sind mittlerweile widerlegt. Wir räumen deshalb mit den 12 größten Haar Mythen auf und verraten Ihnen, was wirklich hinter ihnen steckt.

Mythen beziehen sich nicht immer nur auf große Helden oder sagenumwobene Orte. Viele von ihnen, wenn nicht sogar die meisten, entspringen den ganz alltäglichen Dingen des Lebens. Da verwundert es nicht, dass auch zu Haaren und vor allem der Haarpflege zahllose Irrtümer existieren. Im Folgenden sind die 12 größten Haar Mythen einmal aufgelistet.

Die 12 größten Haar Mythen #1: Blonde Haare wachsen langsamer als braune

Dass blondes Jahr langsamer wächst ist einer der Haar Mythen, die sich als nachweislich falsch erwiesen haben. Die Wachstumsgeschwindigkeit der Haare ist genetisch bedingt und hat mit der Haarfarbe nichts zu tun. Es ist nur so, dass blondes Haar in der Regel deutlich dünner und feiner ist als braunes. Dadurch bricht es schneller ab, sodass man zumindest das Gefühl hat, blondes Haar würde langsamer wachsen.

Die 12 größten Haar Mythen #2: Nach dem Waschen sollte man möglichst viele Produkte zur Pflege anwenden

Auch diese Annahme gehört zumindest teilweise zu den größten Haar Irrtümern. Es kommt bei der Haarpflege nicht auf die Menge der Produkte an, sondern auf die richtige Kombination. Dabei spielt auch die Reihenfolge der Anwendung eine Rolle: Zum Beispiel legt sich eine Spülung um das Haar, andere Produkte können ihre Wirkung dann nicht mehr entfalten. Da macht es Sinn, die Spülung erst nach Shampoos oder anderen Pflegeprodukten zu verwenden.

„Viel hilft viel“ ist auch in Bezug auf die Inhaltsstoffe der Pflegeprodukte eine gefährliche Devise: Eine Vielzahl von Shampoos, Kuren und Spülungen ist reich an Tensiden, die die Kopfhaut reizen. Gerade wenn Sie über eine besonders empfindliche Haut verfügen, sollten Sie die Anzahl der Pflege-Utensilien eher gering halten.

Die 12 größten Haar Mythen #3: Durch Stylingprodukte trocknen die Haare aus

Die meisten Haarsprays enthalten Alkohole, die das Haar bei längerer Einwirkung schädigen könnten. Allerdings sind sie in so geringen Mengen enthalten, dass sie sich verflüchtigt haben, ehe sich das Produkt um das Haar legen und seine Wirkung entfalten kann. Zudem enthalten die meisten Hairstyling-Produkte Öle und Keratin, die die Haarstruktur sogar kräftigen. Wenn Sie also aus Angst vor Austrocknung über einen längeren Zeitraum auf Hairstyling verzichten, gehen Sie nicht nur einem allgemeinen Irrglauben auf den Leim, Sie verwehren Ihrem Haar unter Umständen sogar wertvolle Nährstoffe.

Die 12 größten Haar Mythen Hairstyling

© katyandgeorge/pixabay.com

Die 12 größten Haar Mythen #4: Kaltes Wasser lässt das Haar mehr glänzen

Dieser Haar Mythos ist wahr! Zu heißes Wasser kann die Schuppenschicht des Haares angreifen und schädigen. Beim Bürsten im warmen Zustand ist es umso empfindlicher und kann leicht brechen. Erfolgt der Waschgang dagegen mit kaltem Wasser, wird die Haaroberfläche geglättet und entfaltet so einen kraftvolleren Glanz. Weitere Tipps für kräftiges und gesundes Haar finden Sie hier.

Die 12 größten Haar Mythen #5: Die Haare wachsen schneller nach, wenn man sie schneidet

Wie Sie zu dieser Nachricht stehen, bleibt Ihnen überlassen, doch auch das Abschneiden der Haare hat auf die Wachstumsgeschwindigkeit keinen Einfluss, da der Ursprung des Wachstums, die Haarwurzel, davon unberührt bleibt. Somit gehört auch dieser Punkt zu den ganz großen Irrtümern unter den Haar Mythen.

Es wird jedoch empfohlen, das Haar alle sechs bis acht Wochen zu kürzen. Dauern die Wachstumsphasen länger an, wird das Haar immer dünner.

Die 12 größten Haar Mythen #6: Pflegeprodukte reparieren Spliss

Lag es beim letzten großen Haar Mythos noch im Auge des Betrachters, ob dieser Gefallen an seiner Unwahrheit findet, verbirgt sich hinter folgendem in jedem Fall eine schlechte Nachricht: Nein, Pflegeprodukte allein sind nicht in der Lage, Haar-Spliss zu reparieren – auch wenn Kosmetik-Hersteller gerne etwas anderes versprechen.

Spliss entsteht am Haarende, seinem ältesten Bestandteil. Dort ist die Cuticula, die Schuppenschicht des Haares, oft schon durch äußere Einflusse zurückgebildet, sodass das die Haarrinde, auch Cortex genannt, freiliegt. Spaltet sich der Cortex mehrfach bis ins Mark, spricht man von Haar-Spliss. In diesem Fall hilft nur noch der Gang zum Friseur.

Die 12 größten Haar Mythen #7: Haare sollte man alle zwei Tage waschen

Auch die allgemeingültige Formel, Sie sollten Ihre Haare mindestens alle zwei Tage waschen, gehört zu den Haar Mythen. Es gibt sie nicht. Waschen Sie Ihr Haar dann, wenn es fettet und Sie sich unwohl fühlen. Das kann nach einem Tag der Fall sein, nach zwei Tagen oder auch nach einer Woche.

Die 12 größten Haar Mythen #8: Haargummis sind schädlich für Ihr Haar

An einigen Haar Mythen ist tatsächlich etwas Wahres dran. Dazu zählt, dass Haargummis den Haarbruch fördern, indem sie das Haar zu sehr zusammenquetschen. Vor allem auf extrem dünne Gummis und solche mit Metallverbindern sollten Sie verzichten.

Die 12 größten Haar Mythen #9: Nasses Haar zu bürsten ist schädlich

Das stimmt! Im feuchten Zustand ist die Cuticula sehr aufgequollen und empfindlich. Das Haarinnere ist dann unter Umständen nicht optimal geschützt. Warten Sie mit dem Bürsten am besten, bis Ihr Haar vollständig getrocknet ist. Sollten Sie beispielsweise aus Zeitgründen dazu nicht in der Lage sein, verwenden Sie einen breitzinkigen Kamm.

Die 12 größten Haar Mythen #10: Häufiges Haarewaschen lässt die Haare stärker nachfetten

Dieser Haar Mythos stimmt so nicht so ganz. Nicht die Häufigkeit des Waschens veranlasst die Talgdrüsen in den Haarwurzeln dazu, mehr Fett zu produzieren, sondern die Art des Shampoos. Wenn Sie ein besonders aggressives Shampoo verwenden, das sehr viele Sulfate und aggressive Tenside enthält, wird die Kopfhaut bei häufiger Anwendung stark angegriffen. In diesem Fall fetten die Haare tatsächlich stärker nach.

Wenn Sie dagegen auf ein Produkt mit milden Tensiden zurückgreifen oder gelegentlich auf ein Shampoo verzichten, hat die Häufigkeit Ihrer Haarwäsche wenig bis gar keinen Einfluss auf die Fettproduktion. Damit Sie einen besseren Überblick bekommen, haben wir für Sie Shampoos auf ihre Inhaltsstoffe getestet.

Die 12 größten Haar Mythen #11: 100 Bürstenstriche verleihen dem Haar einen tollen Glanz

Der positive Effekt vom Bürsten gehört in keinster Weise zu den Haar Mythen. Mitnichten. Bürsten entwirrt und glättet das Haar, dadurch wirkt es gepflegter. Das Licht kann sich zudem besser an ihm brechen. Das äußert sich in einem natürlichen Glanz. Gleichzeitig beseitigen Sie beim Kämmen Schuppen und Bakterien, was förderlich für die Gesundheit der Haare ist.

Um all das zu erreichen, sind jedoch keine 100 Bürstenstriche nötig.

Die 12 größten Haar Mythen Bürste

© Hans/pixabay.com

Die 12 größten Haar Mythen #12: Stress begünstigt Haarausfall

Vielleicht verdient die Auswirkung von Stress auf den Haarzyklus nicht einmal mehr eine Erwähnung unter den größten Haar Mythen. Denn stressbedingter Haarausfall ist vielmehr eine Tatsache als ein Mythos und mehrfach wissenschaftlich belegt. In einem gesunden Lebenszyklus kommt es zu einem täglichen Ausfall zwischen 60 und 100 Haaren. Bei höheren Ausfallraten liegt ein stress- oder krankheitsbedingter Haarausfall nahe. Unser Test zeigt, ob Sie zur Risikogruppe gehören.

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