Die besten Tipps für die Bartpflege

Die besten Tipps für die Bartpflege

Als Bartträger liegt man(n) derzeit voll im Trend. Die Gesichtsbehaarung einfach so wachsen zu lassen, führt jedoch auf Dauer zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis. Aus diesem Grund haben wir im Folgenden die besten Tipps für die Bartpflege für Sie zusammengestellt.

Die wenigsten Männer sind Barträger aus Faulheit – sie wollen einen individuellen Stil leben. Dieser muss sich jedoch mit der gesellschaftlichen Etikette vertragen. Ein ungepflegter Bart kann – nicht nur, aber vor allem – in der Berufswelt zu Problemen führen.

Den folgenden Tipps und Tricks sollten Sie deshalb besondere Beachtung schenken, um den Wunsch nach einem markanten, ausdrucksstarken Bart mit einem gepflegten Äußeren in Einklang zu bringen.

Tipps für die Bartpflege #1: Rasurvorbereitung

Eine optimale Rasur beinhaltet mehr als das bloße Abschneiden und Trimmen überflüssiger und ungewollter Haare. Sie bedarf vor allem einer ausreichenden Vorbereitung. Diese ist für das ideale Rasurergebnis und die Hautpflege gleichermaßen wichtig.

Zunächst sollten Sie Gesicht und Bart reinigen. Bartwichse, Bartpomade und andere Pflegeprodukte lassen sich am besten mit warmen Wasser und einem milden Shampoo auswaschen. Besonders geeignet sind spezielle Bartshampoos.

Wenn Sie über empfindliche Haut verfügen, verwenden Sie am besten Rasieröl, da es die Klingen des Rasierers besser gleiten lässt und so Mikroverletzungen der Gesichtshaut vorbeugt. Jetzt können Sie nach Gusto duschen oder die untere Gesichtshälfte in ein mit warmem Wasser getränktes Handtuch wickeln. Beides lässt das Haar weich werden.

Mit etwas Seife und einem Rasierpinsel schlagen Sie Ihren eigenen Rasierschaum. Dazu halten Sie den Pinsel unter heißes Wasser, das Sie im zweiten Schritt größtenteils wieder ausschlagen. Auf die Oberseite der Seife geben Sie ebenfalls etwas Wasser. Kreisen Sie ohne großen Druck mit dem Pinsel auf der Seife, bis die Pinselspitzen gut eingeseift sind. Nun können Sie den geschlagenen Rasierschaum auf die Konturen an Wangen und Hals auftragen, die Sie rasieren möchten.

Hinweis: Das Trimmen des Bartes erfolgt in trockenem Zustand und erfordert keinen Rasierschaum. Mehr dazu in Punkt #3.

Bart Konturen rasieren Pinsel Bartschaum

©Josh Sorenson/pexels.com

Tipps für die Bartpflege #2: Konturen rasieren

Für ein gepflegtes Äußeres samt Bart ist die Konturenrasur essentiell. Zudem können Sie über die Konturen an Wangen und Hals Akzente setzen, die der Gesichtsbehaarung einen individuellen Stil verleihen.

Haben Sie sich gerade erst dazu entschlossen, sich einen Bart wachsen zu lassen, sollten Sie der Natur dennoch ihren freien Lauf lassen – zunächst. Ungeübte Bartträger warten mit der Rasur der Konturen idealerweise 10-14 Tage. Erst dann besitzt das Haar eine ausreichende Länge, mit der sich saubere Bartkonturen erzielen lassen. Von da an sollte das Rasieren der Konturen regelmäßig vonstattengehen. Ob täglich, alle 2-3 Tage oder sogar nur einmal die Woche, hängt von der Wachstumsgeschwindigkeit Ihrer Barthaare und Ihren persönlichen Vorlieben ab.

Für einen Drei-Tage- oder Vollbart sollte die Kontur an den Wangen einen geraden oder leicht kurvigen Schnitt aufweisen. Andere Stile setzen auf tiefer stehende Wangenkonturen. Wichtig ist nur, dass keine einzelnen Haare abstehen. Die Halskontur verläuft bei vielen Bartstilen entlang der Kieferknochen. Das verleiht ihr automatisch eine gewisse Symmetrie. Manche Männer lassen Ihre Barthaare jedoch am Hals bis zum Adamsapfel stehen, was den Bart insgesamt mächtiger wirken lässt. Welche Methode Sie bevorzugen, liegt bei Ihnen.

Bartpflege Konturen rasieren shavette

©Nick Demou/pexels.com

Tipps für die Bartpflege #3: Trimmen

Das Trimmen eines Drei-Tage-Bartes stellt noch niemanden vor große Herausforderungen. Eingestellt auf die gewünschte Länge, vorzugsweise zwischen 1-3 Millimetern, rückt der Barttrimmer zu lang gewordenem Haar schnell zuleibe.

Bei längeren Bärten ist das Stutzen etwas komplizierter. Es empfiehlt sich, immer von der höchsten Stufe an mit dem Trimmen zu beginnen. Zwar muss dann womöglich ein zweiter oder gar dritter Gang erfolgen, doch das Wachsen zuvor hat womöglich Wochen, wenn nicht Monate gedauert. In Anbetracht dessen lohnt sich der Mehraufwand für die Bartpflege ganz sicher.

Der Bart wird immer im trockenen Zustand und frei von Bartöl, Bartwichse und dergleichen gestutzt. Darum sollten Sie die Konturenrasur und das Trimmen unabhängig voneinander durchführen. Anders als bei einer Nassrasur dürfen die Barthaare nicht aufgeweicht sein, weshalb das Auswaschen von Pflegeprodukten schnell erfolgen sollte. Anschließend tupfen Sie den Bart mit einem Handtuch trocken – ohne Rubbeln! Alternativ kann er auch an der Luft trocknen.

Ähnlich wie beim Rasieren der Konturen, können Sie auch beim Trimmen einige Akzente setzen, die Ihrer Geschichtsform entsprechen. Ein markantes Kinn könnten Sie beispielsweise verbergen, indem Sie Ihren Kinnbart, den so genannten Goatee, etwas länger schneiden als die Haare an den Wangen. Dadurch wirkt Ihr Gesicht ein wenig spitzer. Mit einem voluminösen Backenbart kann einem eher schmalen Gesicht mehr Fülle verliehen werden.

Barttimmer sind so konstruiert, dass sie die Barthaare beim Schneiden gegen den Strich aufstellen und erst dann abrasieren. Für ein perfektes Ergebnis können Sie aber nachhelfen und die Haare zuvor mit einem Kamm selbst aufrichten.

Wie lange Sie Ihren Bart selbst stutzen können, bestimmt letzten Endes Ihr Barttrimmer. Ist die letzte Stufe erreicht, ihr Wunsch nach einem prachtvollen Bart aber noch nicht gestillt, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Spätestens ab einer Länge von 2 Zentimetern ist der Gang zum Barbier empfehlenswert, denn der Umgang mit dem Rasiermesser erfordert eine Menge Übung und Fingerspitzengefühl. Schlimmstenfalls macht man monatelange Arbeit mit nur einem unachtsamen Strich zunichte.

Haarschneider Rasierer Trimmer Bartpflege

©Capri23auto/pixabay.com

Tipps für die Bartpflege #4: After Shave

Rasierschaum ist alkalisch, was zur Folge hat, dass sich beim Auftragen der pH-Wert Ihrer Haut deutlich erhöht. Diesen sollten Sie nun wieder neutralisieren. Dies gelingt Ihnen zum Beispiel mit einem milden After Shave Balsam.

Bevor Sie das After Shave auftragen, waschen Sie Reste des Rasierschaumes und an der Haut klebende Haare mit kaltem Wasser ab. Bei der Nachbereitung der Rasur kaltes Wasser zu verwenden, hat den Vorteil, dass sich die zuvor geöffneten Poren wieder schließen.

Tipp: Für den optimalen Glanz und einen geschmeidigen Bart tragen Sie am Schluss noch etwas Bartöl auf, das ihm zudem noch einen wohlriechenden Duft verleiht.

Die besten Produkte für die Bartpflege

Haare sind anspruchsvoll – da bildet auch die Geschichtsbehaarung keine Ausnahme. Zudem ist jede Rasur eine enorme Belastung für die Haut. Damit Nährstoffversorgung und Pflege ausreichend gewährleistet sind, sind geeignete Produkte vonnöten.

Bartshampoo

Irgendwann sollte jedes Pflegeprodukt ausgewaschen werden, dies ist Sache des Shampoos. Die meisten Bartshampoos setzen dabei auf natürliche Inhaltsstoffe und sind schonend für Haut und Haare. Deshalb lassen sie sich ebenso gut als Ersatz für das „normale“ Shampoo für Ihr Haupthaar verwenden – anders herum gilt das nur bedingt.

Wie oft Sie Bartshampoo anwenden sollten, ist ein Stück weit Erfahrungssache. Ihr Bart wird nicht jeden Tag so verschmutzt sein, dass er eine intensive Reinigung samt Bartshampoo erfordert.

Bartshampoo Bart reinigen

©oakbeardcare.com

Empfehlungen für Bartshampoos:
OAK Beard Wash
L’Oreal Men Expert Barber Club 3in1 Bartshampoo

Bartöl

Da Haarzellen zu den teilungsfreudigsten Zellen im Körper gehören, benötigen sie eine Vielzahl an Nährstoffen für den aufwendigen Wachstumsprozess. Damit Ihr Bart ebenso kräftig und gesund ist wie Ihr Kopfhaar, sollten Sie auf die Anwendung von Bartöl nicht verzichten. Es hält Ihren Bart geschmeidig und ist zudem gut für die Haut. Gerade wenn Sie erst damit begonnen haben, sich einen Bart wachsen zu lassen, kann es helfen, die Juckphase zu überstehen.

Positive Nebeneffekte des Bartöls sind zudem ein gesunder Glanz und ein angenehmer Duft. Letzterem sind nahezu keine Grenzen gesetzt: Ob Sie ein weitgehend neutrales Öl oder eine Note wie u.a. Kokos, Salbei, Eisenkraut weiteren bevorzugen, bleibt Ihnen überlassen. Im Netz finden sich sogar Anleitungen, mit denen Sie ihr eigenes Bartöl kreieren können.

Die richtige Dosis hängt von Ihrer Bartlänge ab. Für Drei-Tage-Bärte genügen dabei 2-3, bei kurzen und mittellangen Bärten 4-5 Tropfen. Ein prächtiger Vollbart benötigt mitunter etwas mehr. Tasten Sie sich am besten mit geringen Mengen an Ihr Wunschergebnis heran. Zu viel Bartöl lässt die Geschichtsbehaarung zu stark und unnatürlich glänzen. Die meisten Bartöle werden mit Pipette geliefert, sodass Sie Ihre optimale Dosis leicht bestimmen können.

Hinweis: Die Pipette sollte niemals direkt mit Ihrem Bart in Berührung kommen, da sie so verunreinigt werden kann. Geben Sie die gewünschte Menge stattdessen auf Ihre Hand, verreiben Sie diese zwischen den Handflächen und massieren Sie anschließend das Öl sanft in den Bart ein.

Bartöl Empfehlungen Pflege Gesichtshaar

©benjaminbernard.co.uk

Empfehlungen für Bartöle:
Beard Oil von Benjamin Bernard
Bart Royal Bartöl Cocos

Rasierer

Die Worte „Bartpflege“ und „Rasierer“ gehören praktisch zusammen. Selbst wenn Sie sich einen prächtigen Vollbart stehenlassen möchten, kommen Sie nicht umhin, regelmäßig die Konturen zu rasieren und überflüssige Haare zu entfernen.

Dafür bedarf es des richtigen Werkzeuges. Rasierer existieren in verschiedensten Ausführungen: Ob als Nassrasierer, elektrisch mit oder ohne Trimmfunktion – Varianten gibt es je nach Körperregion und Anwendungsbereich viele. Eine große Auswahl an Rasierern und Rasiermessern bietet beispielsweise rasierer.com.

Für die Konturenrasur ist ein Nassrasierer nur mäßig geeignet, da er meist mehrere Klingen besitzt, die zwar eine sehr glatte Oberfläche erzielen, aber keine genauen Schnitte zulassen. Aus diesem Grund besitzen viele Rasierer eine sog. +1-Klinge. Diese einzelne Klinge ist an der Oberseite des Rasierers angebracht und speziell für das Schneiden der Konturen gedacht. Ein optimales Ergebnis erzielen Sie auch mit Einwegrasierern und Rasiermessern.

Rasierer Remington Bartschneider

©Remington/de.remington-europe.com

Empfehlungen für Rasierer:
Remington MB320C Bartschneider-Set
Philips Bartschneider Series 5000

Rasiermesser

Ist die Rasur mit Elektro- und/oder Nassrasierer die Pflicht, so ist sie mit dem Rasiermesser die Kür. Laien mag sie technisch aufwendig und zeitintensiv erscheinen – und dem ist auch so – aber mit ein wenig Übung ersetzt sie ein notweniges Alltagsübel durch ein luxuriös anmutendes Pflegeritual.

Im Wesentlichen werden beim Rasiermesser drei verschiedene Grundarten unterschieden:

  • Das Shavette oder Wechselklingenmesser besitzt eine austauschbare Klinge, die gewechselt wird, sobald sie stumpf ist. Es ist für gewöhnlich das Handwerkzeug eines Barbiers.
  • Das Kamisori stammt aus dem japanischen Raum und besitzt eine etwas kürzere Klinge, die zusammen mit dem Griff aus einem Stück geschmiedet wird.
  • Das herkömmliche Rasiermesser hingegen ist zweiteilig. Es besteht aus einem Klingenkörper mit festem Messer, das nicht ausgetauscht werden kann und geschliffen werden muss, und einer Griffschale.

Für den richtigen Umgang mit dem Rasiermesser ist die korrekte Handhabung wichtig. Halten Sie das Messer am Griff mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Die Rasierzone spannen Sie mit der freien Hand, ehe Sie das Messer in einem Winkel von 30-40° bewegen. Der richtige Winkel ist entscheidend und bedarf wohl der größten Übung. Halten Sie das Messer zu steil, schneidet es zu tief. Zu flach geführt, reißt es die Bartstoppeln aus.

Rasiermesser rasieren Gesichtspflege

©ap-donovan.com

Empfehlungen für Rasiermesser:
A.P. Donovan Rasiermesser
Shaving Artist handgefertigtes Rasiermesser

Bartbürste und Bartkamm

Für Drei-Tage-Bärte sicher kein Muss, für Vollbart-Träger aber schon: Bartbürste und Bartkamm. Was für das Kopfhaar gilt, gilt auch für den Bart: Bürsten hat eine Menge positiver Effekte. Das Barthaar wird entknotet und geglättet, so wird sichergestellt, dass es nicht verfilzt und zerstört wird. Gleichzeitig kann sich das Licht besser in ihm brechen, was ihm einen natürlichen Glanz verleiht. Außerdem beseitigt das Bürsten des Bartes Hautschuppen und Bakterien auf der Gesichtshaut, was zur Gesundheit und Pflege der Haut beiträgt.

Übrigens: Der Mythos von 100 Bürstenstrichen für glänzendes Haar hält sich hartnäckig, ist jedoch ein alter Hut. Weder für die Kopf-, noch für die Gesichtsbehaarung sind 100 Bürstenstriche am Tag notwendig.

Bartkamm Bartbürste Bartpflege

©amazon.com

Empfehlungen für Bartbürsten und Kämme:
Miuphro Bartbürste und Bartkamm Set
Gentlemens Toolbox Bartbürste und Kamm

FAQ – Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Thema Bartpflege

Q1: Lässt sich der Bartwuchs verbessern?

A: Ja, es gibt einige Hausmittel und Wachstumsmittel, die den Bartwuchs fördern.

Q2: Kann ich anstelle eines Bartshampoos auch ein herkömmliches Shampoo verwenden?

A: Bedingt. Für den Bart empfiehlt sich ein möglichst pH-neutrales Shampoo. Besitzen Sie beispielsweise ein Shampoo gegen fettiges Haar, sollten Sie es nicht für den Bart verwenden, da es das Barthaar austrocknet und struppig werden lässt.

Q3: Mein Bart juckt sehr stark, lässt sich dagegen etwas tun?

A: Ja, allerdings ist das Jucken weniger ein Problem des Bartes, sondern in erster Linie eines der Haut. Vor allem in den ersten Phasen des Wachstums zeigt sich der Juckreiz am stärksten. Dann empfiehlt sich die Anwendung von Bartöl. Es versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und schützt vor Austrocknung.

Q4: Gibt es Bartschuppen?

A: Ja. Sie entstehen vor allem bei trocken-kalter Witterung. Dann bildet die Geschichtshaut Schuppen, die sich im Bart verfangen und an ihm haften bleiben können. Ähnlich wie beim Juckreiz ist es dann besonders wichtig, Bart und Haut sauber und feucht zu halten.

Q5: Fallen Barthaare eigentlich aus?

A: Haarausfall ist ein bekanntes Problem, auch der Bart ist davor nicht gefeit. Allerdings ist es, genau wie beim Kopfhaar, völlig normal, dass Barthaare ausfallen. Mehr als 20-50 Haare am Tag sollten es jedoch nicht sein. Wenn Sie feststellen, dass Sie dieses Maß überschreiten und bereits Lücken im Bart feststellbar sind, sollten Sie dem nachgehen. Oft sind Ernährung und/oder Stress ausschlaggebend für den Haarausfall.

Bildquelle: Vielen Dank an Caleb Lucas für das Titelbild (©Caleb Lucas / unsplash.com).

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Ein Gedanke zu „Die besten Tipps für die Bartpflege

  1. schlechter Bartwuchs

    Danke für den Beitrag, besonders die Hausmittelchen, die den Bartwuchs fördern sollen, werde ich auf jeden Fall einmal ausprobieren.

    Antworten

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