Genetisch bedingter Haarausfall bei Männern

Genetisch bedingter Haarausfall bei Männern (Androgenetische Alopezie)

Mehr als 75% der Männer leiden an Haarausfall, viele davon sogar bereits vor dem Erreichen des 30. Lebensjahres. Hier erfahren Sie alles über den genetisch bedingten Haarausfall bei Männern.

Genetisch bedingter Haarausfall bei Männern: Ursache für den Haarverlust

Der erblich bedingte Haarausfall (Androgenetische Alopezie) ist die häufigste Form von Haarausfall und tritt vorrangig bei Männern auf. Im Gegensatz zu anderen Formen von Haarausfall betrifft die Androgenetische Alopezie ausschließlich das Kopfhaar.

Die Ursache des Haarausfalls ist -wie der Name bereits erahnen lässt- genetisch bedingt. Das bedeutet: wann beim jeweiligen Patienten die androgenetische Alopezie beginnt, ist bereits in die Wiege gelegt.

Der Grund für den Haarausfall liegt in einer Veränderung der Haarfollikel. Es kommt zu einer Überempfindlichkeit der Haarfolikel gegenüber dem aus dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron gebildeten Dihydrotestosteron (DHT). Infolgedessen bilden sich die Blutgefäße, die die Haarfollikel mit den für das Haarwachstum wichtigen Nährstoffen versorgen zurück und die Follikel verkümmern aufgrund der Unterversorgung. Auch die Wachstumsphase der Haare wird verkürzt und die Ruhepause verlängert sich. Die Haarwurzeln schrumpfen und die Haare werden immer dünner bis die Haarwurzel schließlich gänzlich abstirbt. Das Haar fällt aus.

Verlauf des genetischen Haarausfalls bei Männern

Der Haarausfall beginnt bei Männern mit androgenetischer Alopezie oft schon in den Zwanzigern und zeigt sich zunächst in der Bildung von Geheimratsecken an den Schläfen und anschließend durch lichteres Haar am Hinterkopf (Tonsur). Diese weiten sich im Laufe der Zeit auf den gesamten Oberkopf aus und führen zu einer Glatze. Charakteristisch ist, dass ein seitlicher Haarkranz erhalten bleibt und demnzufolge nie eine „komplette“ Glatze erreicht wird.

Der Verlauf des erblich bedingten Haarausfalls bei Männern wurde mittels des Hamilton-Norwood-Schemas verdeutlicht, das auf ca. 80% der Betroffenen zutrifft. Dieses unterscheidet den Haarausfall zusätzlich noch einmal anhand des Tempos des Fortschreitens:

– Beginn des Haarausfalls in den 20-ern und rascher Fortgang (Früher Steppenbrand)
– Beginn des Haarausfalls in den 30-ern und idR langsamer Fortgang (Früher Schwelbrand)
– Beginn des Haarausfalls in den 40-ern und sehr langsamer Fortgang (Spättyp)

Genetisch bedingter Haarausfall bei Männern – Was tun?

In unserem Haarwuchsmittel Test für Männer haben wir Ihnen bereits die wichtigsten Haarwuchsmittel präsentiert. Das große Problem bei all diesen Mitteln: es fehlen einschlägige wissenschaftliche Testreihen, die deren Wirksamkeit bestätigen. Aus diesem Grund gibt es auch sehr viele verschiedene Haarwuchsmittel und Therapieansätze. Grundsätzlich gilt es bereits als Erfolg, wenn der Haarausfall gestoppt werden kann. Dieses muss aber nicht zwangsläufig mit einem Nachwachsen neuer Haare verbunden sein.

Minoxidil
Minoxidil ist ein Wirkstoff, der ursprünglich gegen Bluthochdruck eingesetzt wurde. Bei der Behandlung zeigte sich bei vielen Patienten ein verstärktes Haarwachstum, weshalb das Mittel gegen Haarausfall klinisch getestet wurde.

Minoxidil ist u.a. in Regaine Männer und ALOPEXY 5% Lösung enthalten. Diese Haarwuchsmittel sind ausschließlich zur Behandlung von genetisch bedingtem Haarausfall bei Männern geeignet. Beide Mittel regen die einzelnen Haarfolikel und so das Haarwachstum an, was klinisch belegt wurde. Wichtig: das Haarwuchsmittel wirkt wie die meisten anderen Mittel immer nur solange, wie es auch angewendet wird. Daher muss von einer langfristigen Therapie ausgegangen werden.

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Finasterid
Auch Finasterid wurde ursprünglich überhaupt nicht als Haarwuchsmittel entwickelt, sondern diente der Therapie von Patienten mit gutartiger Prostatavergrößerung. Bei klinischen Untersuchungen wurde festgestellt, dass Finasterid aber auch zum Haarwachstum bei Männern mit genetisch bedingtem Haarsausfall beiträgt und den Haarverlust stoppen kann.

Finasterid ist in Propecia Filmtabletten enthalten. Der Wirkstoff sorgt dafür, dass das Enzym 5-alpha-Reduktase gehemmt wird. Dieses Enzym ist für die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) verantwortlich. DHT ist der entscheidende Auslöser für den erblich bedingten Haarausfall.

Bereits 2002 wurde nachgewiesen, dass die Einnahme von Finasterid zum vermehrten Haarwachstum führt und dieses bei langfristiger Anwendung auch anhält. Dies gilt insbesondere für den Tonsur- und Schläfenbereich (nicht für die Schläfen!). Damit ist jedoch auch klar, dass die positive Wirkung nur so lange anhält wie das verschreibungspflichtige Haarwuchsmittel Propecia angewendet wird.

Ein Gedanke zu „Genetisch bedingter Haarausfall bei Männern (Androgenetische Alopezie)

  1. Robin

    Hallo alle zusammen,

    also als aller erstes ist es ersteinmal unglaublich wichtig die genaue Ursache zu kennen bevor man mit irgend einer Art von Behandlung anfängt. Dadurch erspart man sich wirklich sehr viel Zeit, und auch Geld!

    Minoxidil (oder auch unter dem Markennamen Regaine bekannt) wie oben schon erwähnt ist ein gutes Mittel um den erblich bedingten Haarausfall zu bekämpfen. Der Haarausfall wird solange aufgehalten wie man auch das Mittel einnimmt. Dieses muss man aber auch richtig anwenden, und man braucht auch ein wenig Geduld.

    Aber einem muss klar sein das wenn man das Mittel absetzt, einem die Haare wieder ausfallen werden.
    Und Finasterid gäbe es da auch noch, dies hat bei manchen aber ziemlich üble Nebenwirkungen.
    Ich würde deswegen es erst einmal Minox ausprobieren.

    Alle anderen „Wundermittel“ thaugen in der Regel nichts, bei androgenetischen Haarausfall!

    Bei kreisrunden oder diffusen Haarausfall schaut es wieder ganz anders aus, dort würde ich aufjedenfall das eigentliche Problem bekämpfen und nicht den Haarausfall nur hinaus zögern.
    Das heist wenn einem Nährstoffe fehlen diese zu ergänzen, liegt eine Autoimmunerkrankung vor würde einen Arzt um Hilfe bitten..

    Und falls es mal nicht gleich klappen sollte, nicht gleich den Kopf hängen lassen.
    Es gibt für fast jedes Problem eine passende Lösung, man muss sie nur finden! 🙂

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