Haarausfall durch Nährstoffmangel

Haarausfall durch Nährstoffmangel: Symptome, Verlauf & Behandlung

Damit Haare gesund wachsen können, ist ein hoher Stoffwechselumsatz erforderlich. Hierfür werden Vitamine, Spurenelemente und Nährstoffe benötigt. Wir zeigen Ihnen, welche Formen von Mangel den Haarausfall begünstigen, wie der Verlauf und die Therapie aussehen und welche Haarwuchsmittel bei Haarausfall durch Nährstoffmangel eingesetzt werden können.

Um gesund zu bleiben, benötigt nicht nur der Körper, sondern auch die Haare Nährstoffe und Mineralien. Die Haare entstehen in den Haarfollikeln, die mit ausreichend Mineral- und Nährstoffen versorgt werden müssen. Ist dies nicht der Fall, ist der Haarzyklus gestört und es können keine Haare mehr wachsen.

Ursachen und Formen von Haarausfall durch Nährstoffmangel

Ein alleiniger Nährstoffmangel tritt bei gesunden Menschen in den westlichen Industriestaaten eher selten auf. Jedoch kann durch eine einseitige, vitaminlose und kalorienreiche Kost ein Nährstoffdefizit entstehen.

Liegt ein Nährstoffmangel vor, können auch Krankheiten der Grund sein. Meist handelt es sich um Darmerkrankungen, bei der nicht genügend Nährstoffe aufgenommen werden können.

Auch eine einseitige Ernährung und strenge Diäten können zu ernährungsbedingten Haarausfall führen. Demnach sollten hier ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zugenommen werden.

Haarausfall entsteht oft, wenn Eisen fehlt. So ist etwa jede zehnte Frau von Eisenmangel betroffen. Schon bei geringem Eisenmangel kann ein Haarverlust erkannt werden, noch bevor die typischen Erscheinungen wie Müdigkeit und Erschöpfung auftreten.

Essstörungen wie Magersucht oder Bulimie führen häufig dazu, dass der Körper nur unzureichend mit Nährstoffen versorgt wird. Auch in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren sollte auf eine ausreichende Zufuhr an Nährstoffen geachtet werden.

Verlauf von Haarausfall durch Nährstoffmangel

Bei Nährstoffmangel tritt ein diffuser Haarausfall ein. Dieser äußert sich darin, dass das Haar insgesamt dünner wird und einige lichte Stellen am Kopf sichtbar werden.

Ob der Haarausfall jedoch wirklich durch Nährstoffmangel hervorgerufen wird, kann nur durch einen spezialisierten Arzt ermittelt werden. Durch gezielte Blutuntersuchungen können Stoffwechsel- und Hormonstörungen oder eben auch ein Nährstoffmangel festgestellt werden.

Therapie bei Haarausfall durch Nährstoffmangel

Ist der Haarausfall auf Mangelerscheinungen zurückzuführen, ist neben einer ausgewogenen Ernährung auch eine gezielte Ergänzung wichtiger Haarnährstoffe eine vielversprechende Therapie.

Haarfollikel sollten ausreichend mit Vitaminen und Spurenelementen versorgt werden. Besonders B-Vitamine aktivieren wichtige Stoffwechselvorgänge in den Haarwurzeln und regeln die Tätigkeit der Talgdrüsen auf der Kopfhaut. Nüsse, Hefe, Eigelb und Hülsenfrüchte sind reich an B-Vitamine.

Auch Biotin (Vitamin H) sorgt wieder für eine gesunde Haarstruktur und führt dazu, dass der Haarausfall gestoppt werden kann. Biotin findet man unter anderem in Erdnüssen, Hefe, Volkornprodukten, Eigelb und Innereien wie Leber und Niere.

Sollten Sie unter Eisenmangel leiden, sollte auf eine eisenhaltige Ernährung gesetzt werden. Eisen sorgt für die Sauerstoff- und Energieversorgung in den Zellen. An Eisenmangel leiden besonders häufig Vegetarier, Menschen, die nach einer Operation viel Blut verloren haben, Frauen in der Schwangerschaft sowie Menschen mit Magen- und Darmerkrankungen. Daher sollten diese Menschen besonders auf eine eisenreiche Ernährung achten.

Eisenhaltige Lebensmittel sind z.B. Fleisch, Fisch und Getreide, sowie Gemüsesorten und Pilze. Gemieden sollten dagegen Lebensmittel wie Kaffee, Tee und Milchprodukte.

Kupfer sorgt für eine starke Haarstruktur. Hier muss darauf geachtet werden, dass eine eiweißarme Ernährung und zu viel Kalzium oder Zink die Wirksamkeit von Kupfer im Körper herabsetzt. Kupfer ist beispielsweise in Sonnenblumenkernen, Hülsenfrüchten, Haferflocken, Nüssen und Trockenhefe enthalten.

Auch eine angemessene Zufuhr an Zink sollte bei Haarausfall durch Nährstoffmangel zu sich genommen werden. Zink ist ein Spurenelement, welches an sehr vielen Enzymbildungen beteiligt ist und eine wichtige Rolle für das Immunsystem spielt. Bei unzureichender Aufnahme dieses Nährstoffs, kann ebenfalls der Haarausfall begünstigt werden. Die Kombination aus Zink und eiweißhaltiger Nahrung sind essentielle Bestandteile für einen gesunden Haarwuchs. Zink und Eiweiß sind in folgenden Lebensmittel vorhanden: Rindfleisch, Fisch, Milchprodukten, Eier, Kartoffeln und Hülsenfrüchte.

Relevante Haarwuchsmittel bei Haarausfall durch Nährstoffmangel

Neben der Ernährungsumstellung kann unterstützend das Mittel Regaine mit dem Wirkstoff Minoxidil eingenommen werden. Minoxidil wird rezeptfrei und in unterschiedlichen Konzentrationen für Frauen und Männer verkauft.

Um Haarausfall durch Nährstoffmangel entgegenzuwirken, ist die Anwendung von Haarwuchsmittel mit vitamin- und nährstoffreichen Inhaltsstoffen sehr nützlich. Die Mittel Merz Spezial Haar-Activ Dragees oder auch Pantovigar eignen sich daher besonders gut.

Um ein langanhaltendes und positives Resultat zu gewährleisten, ist eine dauerhafte Anwendung der Medikamente erforderlich. Daher sollte der Patient geduldig sein, denn die Haare wachsen nur sehr langsam wieder nach. Gute Haarwuchsmittel benötigen um die drei bis sechs Monate bis eine Wirkung einsetzt.

Bildquelle: Vielen Dank an Couleur für das Bild (©Couleur /www.pixabay.de)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.