Haarstransplantation für Frauen

Haartransplantationen für Frauen: Wann ist sie sinnvoll?

Über Haare definieren wir, wer wir sind. Dies gilt insbesondere für Frauen, die unter Haarausfall oft viel stärker leiden als Männer. Wir zeigen, wann eine Haartransplantation für Frauen eine Option ist und warum es sich lohnen kann, den Blick auch mal ins Ausland zu richten.

Haarausfall ist ein Problem beider Geschlechter. Es hängt jedoch zum Teil mit den Gepflogenheiten unserer Gesellschaft zusammen, dass Frauen oft viel stärker unter den Folgen des Haarverlustes leiden als Männer. Diese tragen ihre Frisuren meist eher praktisch und kurz – lichter werdendes Haar fällt daher nur wenig ins Gewicht.

Ganz anders ist das bei Frauen. Während manche Männer sich ganz bewusst den Kopf rasieren, steht langes, glänzendes und gesundes Haar bei ihnen für einen Ausdruck von Vitalität und Attraktivität. Eine modische Frisur kann zudem nicht nur Blicke auf sich ziehen, sondern auch ein Sinnbild der Persönlichkeit sein. Deshalb sind Frauen bei Versagen von Haarwuchsmitteln und dergleichen viel eher geneigt, sich einer Haartransplantation zu unterziehen.

Haartransplantation bei Frauen: Androgene bedingen in den meisten Fällen den Haarausfall

Obwohl Männer häufiger von Haarausfall betroffen sind, zeigen sich die Symptome bei Frauen umso stärker. Dabei gilt die Faustregel: Sind die Auswirkungen von Haarausfall bereits unmittelbar zu sehen, gelten schon 50 Prozent des Kopfhaares als ausgefallen.

Vier von zehn europäischen Frauen zeigen Anzeichen von genetischem Haarausfall. Die in Fachkreisen auch als androgenetische Alopezie bekannte Form des Haarausfalls ist dabei mit Abstand die am stärksten verbreitete. Frei übersetzt handelt es sich hierbei um eine Haarlosigkeit aufgrund männlicher Hormone. Klingt zunächst wie ein Problem von Männern, ist es aber nicht. Androgene, also männliche Sexualhormone, treffen auf die empfindlichen Haarfollikel. Dieser Prozess findet sowohl bei Männern als auch bei Frauen statt, wenngleich er bei Letzteren wesentlich langsamer voranschreitet.

Schon ab einem Alter von 30 Jahren kann eine androgenetische Alopezie bei Frauen beobachtet werden. Die Lichtung des Haares zeigt sich zu Beginn jedoch nur diskret und kann leicht mit diffusem Haarausfall verwechselt werden. Erfahrungsgemäß zeigt sich das volle Ausmaß der androgenetischen Alopezie in den Wechseljahren, also ab einem Alter von etwa 50 Jahren. Dies hängt damit zusammen, dass dann ein Ungleichgewicht im weiblichen Hormonhaushalt entsteht: Mehr männliche Sexualhormone (Androgene) stehen weniger weiblichen Sexualhormonen (Östrogenen) gegenüber.

Die Folge dieses Hormon-Ungleichgewichts ist die sog. Miniaturisierung des Haares. Dabei wandelt sich das kräftige Terminalhaar des Kopfes mit jedem Haarzyklus mehr in Vellushaar, auch Intermediär-Haar oder Flaumhaar genannt, um. Vellushaar ist im Vergleich zu Terminalhaar wesentlich dünner, auch seine Länge fällt erheblich kürzer aus und beläuft sich meist auf Größen um einen Zentimeter.

Verlauf von Haarausfall bei Frauen

Der Verlauf von Haarausfall bei Frauen ist mit dem der Männer kaum zu vergleichen. Einen typischen Verlauf zeigt das sog. Ludwig- oder Olsen-Schema.

Dabei beginnt die Ausdünnung der Haare im Bereich des Mittelscheitels, ehe sie sich in Richtung Hinterkopf und Haaransatz ausdehnt. In späteren Stadien kann es auch zu einem Haarverlust an den seitlich gelegenen Regionen der Kopfhaut kommen.

Eine vollständige Glatzen-Bildung durch anlagebedingten Haarausfall ist bei Frauen, anders als bei Männern, höchstselten.

Haartransplantation für Frauen auch bei anderen Ursachen

Auch wenn sie nicht unter anlagebedingtem Haarausfall leiden, kann eine Haartransplantation für Frauen unter Umständen sinnvoll sein.

Mit ihr lässt sich beispielsweise vernarbtem Haarausfall in Folge von Verbrennungen oder Gürtellose entgegenwirken. Dasselbe gilt auch, wenn Sie von Natur aus über eine hohe Stirn verfügen.

Hinweis: Der Ablauf einer Haartransplantation für Frauen ist der Haartransplantation bei Männern sehr ähnlich und beginnt in der Regel mit einer Voruntersuchung, bei der die Eignung des Patienten festgestellt wird.

anlagebedingter Haarausfall bei Frauen

©Benny Lukas Bester/pexels.com

Haartransplantation Frauen Türkei: Die Vorteile eines Auslandsaufenthalts

Auf der Suche nach einer geeigneten Klinik für eine Haartransplantation sollten Sie Ihren Blick auch über die Staatsgrenze hinausschweifen lassen. Immer mehr Patienten entscheiden sich beispielsweise für eine Haartransplantation in der Türkei.

Was sind die Gründe für diesen Trend?

In den Medien macht das Land seit Längerem durch politische Instabilität und einen wirtschaftlichen Abschwung von sich reden. Aus diesem Grund ist die Türkei womöglich nicht Ihr erster Anlaufpunkt, wenn Sie über eine Haartransplantation nachdenken.

Die Schönheitschirurgie – und unter die fällt auch eine Haartransplantation für Frauen – ist hingegen sehr fortschrittlich. Dies gilt allerdings für eine Reihe medizinischer Bereiche, weshalb sich z.B. auch immer mehr Patienten dazu entschließen, sich kostspieligen Zahnbehandlungen in der Türkei zu unterziehen.

Modernes FUE-Verfahren findet in der Türkei Anwendung

In Deutschland ist die Streifenentnahme und Einsetzung von Mikro-Grafts für die Haartransplantation noch immer das gängigste Verfahren, bei dem schmale Hautstreifen vom Haarkranz des Hinterkopfes entnommen und an kahle Stellen verpflanzt werden.

Türkische Schönheitschirurgien sind da meistens schon einen Schritt weiter und setzen auf das sog. FUE-Verfahren (FUE = Follicular Unit Extraction). Dabei werden lediglich follikulare Einheiten, die in der Regel 1-3 Haare umfassen, entnommen. Da die Kopfhaut selbst nicht transplantiert wird, entsteht an der Spenderregion kein vernarbtes Gewebe. Kleinere Wunden an den entnommenen Haarfollikeln verheilen innerhalb von vierundzwanzig Stunden, sodass der gewohnte Tagesbetrieb von Patienten direkt wieder aufgenommen werden kann.

Haartransplantation für Frauen FUE-Verfahren

©pixabay.com

Großes Einsparpotenzial bei den Behandlungskosten

Für die Haartransplantation lassen sich immer mehr prominente Beispiele finden. Eines davon ist Erfolgs-Trainer Jürgen Klopp, der, auf seinen Eingriff im Interview angesprochen, keinen Hehl daraus macht, bei der Haarpracht ein wenig nachgeholfen zu haben: „[…] das Ergebnis ist ganz cool geworden, oder?“

Nun muss sich ein Mann, der an der Seitenlinie von internationalen Top-Clubs sein Geld verdient, über die Finanzierung seiner Haartransplantation wenig Gedanken machen. Bei Privatpersonen sieht das meistens anders aus. Allein aus diesem Grund kann sich der Blick in die Türkei lohnen, wenn Sie auf der Suche nach einer geeigneten Klinik für Haartransplantationen sind.

Es sei gesagt, dass das in der Türkei häufig angewandte FUE-Verfahren zeit- und daher auch kostenaufwendiger ist als die Entnahme von Hautstreifen. Die gestiegenen Kosten lohnen sich aber aufgrund der geringeren Belastung für den Körper. Auch werden bei einer Haartransplantation für Frauen in der Türkei geringe Preise aufgerufen als das in Deutschland zum Teil der Fall ist. Hierzulande müssen Patienten meist mit einem Mindestbetrag von etwa 3.000 Euro rechnen. In der Türkei belaufen sich die Einstiegspreise um 1.500-1.800 Euro, weshalb Einsparungen von bis zu 50 Prozent nicht ausgeschlossen sind.

Pauschal lässt sich der Preis für eine Haartransplantation jedoch nicht bestimmen. Das liegt daran, dass jeder Patient eine individuelle Behandlung je nach Beschaffenheit der Kopfbehaarung und der Art des Haarausfalls benötigt. Aus diesem Grund erstellen die Kliniken in der Regel eigene Kostenpläne, sofern sich bei der Voruntersuchung herausstellt, dass der Patient für eine Haartransplantation infrage kommt. Starke Preisunterschiede bei der Haartransplantation für Frauen gegenüber einem Eingriff bei Männern existieren im Normalfall nicht.

Wichtig: Sollten Sie eine Haartransplantation in der Türkei planen, berücksichtigen Sie, dass die Kosten nicht der einzige Faktor sind, den es zu beachten gilt. Sie werden für An- und Abreise eine gewisse Zeit benötigen, die Sie in Deutschland wohl nicht einplanen müssten. Der Kostenaufwand für eine Haartransplantation in der Türkei wird wohl geringer ausfallen, der Zeitaufwand dafür jedoch steigen. Viele ausländische Kliniken haben dies jedoch bereits erkannt und unterstützen Patienten auch bei der Organisation ihrer Haartransplantation.

Fazit

Anders als beim Verlauf von Haarausfall, wo sich Männer und Frauen sehr stark voneinander unterscheiden, existieren bei Haartransplantation bei Frauen per se wenig Unterschiede zum anderen Geschlecht.

Vor allem bei genetischem Haarausfall kann sie ein wirksames Mittel sein, wenn herkömmliche Haarwuchsmittel versagen, und geplagten Frauen ein Stück ihres Lebensgefühls zurückgeben.

Bei der Frage, ob eine Haartransplantation tatsächlich eine Option ist, werden die Kosten für diese immer eine große Rolle spielen. Möglicherweise lässt sich dabei im Ausland einiges sparen, ohne dabei einen spürbaren Verlust bei der Qualität der Behandlung hinnehmen zu müssen.

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